Bastian Knautz

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Information

Bastian Knautz, geboren am 08.11.1986 in Mainz, studierte Geographie, Evangelische Religionslehre und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien in Siegen und Mainz. Von 2009 bis 2013 war er studentische Hilfskraft an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Tutor für Altgriechisch) und von 2013 bis 2015 wissenschaftliche Hilfskraft am Ressort Forschung und Lehre der Universitätsmedizin Mainz (EDV-Administration). Seit Oktober 2014 arbeitet er in der Abteilung Neueste Geschichte des Historischen Seminars, u.a. war er in die Projekte "21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart" und "Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems" eingebunden. Seit März 2019 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Neueste Geschichte.

 

Dissertationsprojekt

Zwischen Eurosklerose und Relance - Die Europäische Gemeinschaft auf dem Weg zur Einheitlichen Europäischen Akte 1983-1985. Eine multinationale Betrachtung.
[betreut von Prof. Dr. Andreas Rödder]

Der in der Mitte der 1980er nach einer Periode des integrationspolitischen Stillstands einsetzende, dritte Integrationsschub gilt als eines der zentralen Ereignisse der Gegenwartgeschichte der europäischen Einigung. Die Einheitliche Europäische Akte, die Antwort der Europäischen Gemeinschaft auf die inner- und außergemeinschaftlichen Herausforderungen des "Europas der zweiten Generation", gilt als genuiner Ausgangspunkt für diesen Integrationsschub. Die Akte schuf die institutionellen und vertraglichen Voraussetzungen für weitreichende integrationspolitische Entscheidungen wie den Vertrag von Maastricht und die Europäische Währungsunion, die die Entwicklung des europäischen Integrationsprojekts bis heute beeinflussen.

Zentrales Ziel der Forschungsarbeit ist, die Entstehungs- und Verhandlungsgeschichte der Einheitlichen Europäischen Akte auszuleuchten, die in der historiographischen Erforschung der europäischen Integration bisher kaum Beachtung gefunden hat. Unter Erschließung erstmalig zugänglichen Quellenmaterials untersucht die politikgeschichtliche Betrachtung, unter Einbeziehung der Erkenntnisse und Methoden politikwissenschaftlicher Integrationsforschung, die deutsche, britische und französische Europapolitik sowie die Politik der Europäischen Kommission und folgt einem multinationalen Ansatz. Das Projekt möchte damit einen Beitrag zur multinationalen Erforschung der Geschichte der europäischen Integration in den 1980er Jahren im Allgemeinen und zu einem vertieften Verständnis der Ausgangsbedingungen der dritten relance européenne im Besonderen leisten.

 

Förderungen und Stipendien

  • 2018-2019: Stipendiat der FAZIT-Stiftung
  • Juli und August 2018: Stipendiat am Deutschen Historischen Institut Paris
  • Oktober 2017: Stipendiat am Deutschen Historischen Institut London
  • 2015-2018: Promotionsstipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung

 

Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2018:

  • 3-tägiges Blockseminar an der Eberhard Karls Universität Tübingen: "Vom Werner-Plan bis in die Eurokrise. Historische und wirtschaftliche Implikationen europäischer Währungspolitik" (mit Fabian Klinge).

Sommersemester 2017:

  • 3-tägiges Blockseminar an der Eberhard Karls Universität Tübingen: "Auf dem Weg in die Sackgasse? Die Europäische Integration in der (Schulden-)Krise" (mit Fabian Klinge)
  • Hauptseminar "Deutschlandbilder 1945-2010" (Seminarassistenz bei Prof. Andreas Rödder).
Wintersemester 2016/17:
  • Hauptseminar: "Deutschlandbilder 1870-1918" (Seminarassistenz bei Prof. Andreas Rödder).

Sommersemester 2016:

  • 3-tägiges Blockseminar an der Eberhard Karls Universität Tübingen: "Auf dem Weg in die Sackgasse? Die Europäische Integration in der (Schulden-)Krise" (mit Fabian Klinge).

 

Vorträge (Auswahl)

"Eurosklerose und Relance – Der Weg zur Einheitlichen Europäischen Akte 1983-1986", Oberseminar Neueste Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, 11.07.2018.

"Der steinige Weg zur Einheitlichen Europäischen Akte", Institut für Zeitgeschichte München/Berlin in Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Berlin, 20.06.2018.

"Die Europapolitik Helmut Kohls" im Rahmen des Seminars "Ein 'Nachkriegsgigant' der deutschen und europäischen Geschichte. Erinnerung an Helmut Kohl", Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung Büro Bundesstadt Bonn, Bonn, 08.12.2017.

"Zwischen Eurosklerose und Relance – Die Europäische Gemeinschaft auf dem Weg zur Einheitlichen Europäischen Akte 1983-1986", Kolloquium des Deutschen Historischen Instituts London, London, 10.10.2017.

„Das Europäische Mehrebensystem und seine Anwendung im Bereich der europäischen Asyl- und Migrationspolitik: Entwicklungen, Chancen, Grenzen“, Vortrag im Rahmen des Seminars „Quo vadis, EU? Überlegungen für ein bürgernahes Europa“ (Seminarprogramm der Konrad-Adenauer-Stiftung), Luxemburg, 18.09.2016.

Vorstellung des Dissertationsvorhabens im Rahmen des deutsch-dänischen Doktorandenkollegs der Syddansk Universitet (Leitung: Prof. Dr. Thomas Wegener Friis), Jaruplund, 03.04.2016.

 

Veröffentlichungen

Bastian Knautz: Rezension von: Johnny Laursen (ed.), The Institutions and Dynamics of the European Community, 1973–83, Baden-Baden (Nomos) 2013, 312 S. (Veröffentlichungen der Historiker-Verbindungsgruppe bei der Kommission der Europäischen Gemeinschaften, 14), in: Francia-Recensio 11 (2018), Nr. 4, 19./20. Jahrhundert – Histoire contemporaine, URL: https://doi.org/10.11588/frrec.2018.4.57562
Bastian Knautz: Rezension von: Michael Gehler: Europa. Ideen, Institutionen, Vereinigung, Zusammenhalt, 3., komplett überarb. u. erheb. erw. Aufl., München: Olzog Verlag 2017, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 10 [15.10.2018], URL: http://www.sehepunkte.de/2018/10/32403.htm