Regimewechsel und Elitenkontinuitäten in post-totalitären Demokratien nach 1945

Die Bundesrepublik Deutschland im internationalen Vergleich

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Forschungsprogramms „Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus“

Foto/©: Verena von Wiczlinski/Thorsten Holzhauser

Die Frage des Umgangs mit „belasteten“ Eliten des früheren Regimes ist kein Spezifikum der deutschen Nachkriegsgeschichte. Vielmehr spielte sie nach 1945 auch in Ländern wie Italien, Frankreich und Österreich eine Rolle, die nach dem Weltkrieg ebenfalls eine Rückkehr zur Demokratie vollzogen. Das von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Projekt stellt daher die Frage, inwiefern sich der politische und gesellschaftliche Umgang mit Vertretern der vorangegangenen Regime in den postdiktatorischen Gesellschaften nach 1945 voneinander unterschied und welche Gemeinsamkeiten es gab. Bei dem internationalen Vergleich soll nicht nur auf administrative Brüche und Kontinuitäten geblickt werden, sondern auch auf die gesellschaftlichen Diskurse, Legitimationsmuster sowie auf die internationalen Rahmenbedingungen und die gegenseitigen, transnationalen Einflüsse. Indem gefragt wird, worin Besonderheiten des westdeutschen Umgangs mit „belasteten“ Eliten lagen und wo sich übergreifende Gemeinsamkeiten identifizieren lassen, soll ein Beitrag geleistet werden, um die archivgestützte deutsche Grundlagenforschung international einzuordnen und die öffentliche Debatte um eine international vergleichende Perspektive zu bereichern.

Ansprechpartner

Thorsten Holzhauser
Arbeitsbereich Neueste Geschichte
Historisches Seminar
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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