Die Integration der PDS war lange Zeit eine der großen Streitfragen der deutschen Politik. Von vielen als kommunistisch und extremistisch geschmäht, gelang es der Partei in relativ kurzer Zeit, ihre Isolation aufzubrechen und sich schließlich als gesamtdeutsche Kraft im linken politischen Spektrum zu etablieren. Der Weg von der ostdeutschen ‚Staatspartei‘ zur systemoppositionellen ‚Nachfolgepartei‘ und schließlich zur gesamtdeutschen ‚Linkspartei‘ war weder einfach noch geradlinig. Wie verlief diese Entwicklung und wie veränderte sich der öffentliche Diskurs um die Partei? Die ‚PDS-Frage‘ war dabei mehr als ein politisches Streitthema. Vielmehr spiegelten sich in ihr Grundfragen der zeitgenössischen Auseinandersetzung: um die Verfasstheit des vereinten Deutschlands, um das Erbe des 20. Jahrhunderts und um die Zukunft der Republik in einem vermeintlich postideologischen und neoliberalen Zeitalter.

Die „Nachfolgepartei“ – Die Integration der PDS in das politische System der Bundesrepublik Deutschland 1990-2005

Erschienen im September 2019 im Verlag De Gruyter Oldenbourg, Berlin/Boston (=Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte; hrsg. v. Institut für Zeitgeschichte München-Berlin; Band 122).

(= Dissertationsprojekt, betreut von Prof. Dr. Andreas Rödder, verteidigt im April 2018, summa cum laude)

„eine überzeugende Analyse des Wandels der ‚Nachfolgepartei'“, die „den unfruchtbaren politikwissenschaftlichen Streit der 1990er und 2000er Jahre um den demokratischen Charakter der PDS produktiv zu überwinden [vermag]“.

Till Kössler, Sehepunkte, 20 (2020), Nr. 9

„hervorragend geeignet, um zentrale Aspekte der deutsch-deutschen Einigungsgeschichte in den 1990er- und 2000er-Jahren tiefer und besser zu verstehen.“

Ilko-Sascha Kowalczuk, ZfG 68 (2020) 9, S. 795-797

„Holzhausers Monografie hat durchaus das Zeug, für eine ganze Weile das letzte Wort über die PDS darzustellen.“

Michael Koß, Politische Vierteljahresschrift, 14. April 2020

„Thorsten Holzhausers Leser können die überaus klug gebaute Arbeit mit dem reichen Schatz an genutzten Quellen […] nur bewundern.“

Mechthild Küpper, FAZ, 7. April 2020

„Es gibt kein Buch, das die Geschichte der PDS bis 2005 auch nur ähnlich umfassend, konkret und detailliert analysiert wie das von Thorsten Holzhauser. Wer sich über die widerspruchsvolle Geschichte der sogenannten »Nachfolgepartei« […] informieren möchte, […] wird an diesem Buch nicht vorbeikommen.“

André Brie, Neues Deutschland, 12. März 2020

„[die] geschliffene Studie zur Integration der PDS […] besticht durch luzide Argumentation“

Jürgen P. Lang, Jahrbuch Extremismus und Demokratie 32, 2020

„ein kundiger Blick hinter die Kulissen“

Ernst Reuß, Tagesspiegel, 9. Januar 2020